Sicherheitstipp: Kochen ohne Strom

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Kochen ohne Strom ist kinderleicht

Der Kärntner Zivilschutzverband hat zuletzt mit Kindern der Volksschule Hörtendorf gezeigt, wie einfach es ist, ohne Strom zu kochen. Mit Hilfe von Notkochstellen, die kinderleicht in jedem Haushalt errichtet werden können, muss man auch bei einem Stromausfall auf die Zubereitung von warmen Speisen nicht verzichten. Die wichtigsten Informationen dazu wurden in einem Online-Beitrag zusammengefasst.

Die Fonduegarnitur, in Verbindung mit einer Brennpaste, wie sie im Gastronomiebereich zum Einsatz kommt, ist eine perfekte Lösung für das Kochen bei einem Stromausfall. Es geht aber noch leichter. Mit einer Pfanne, Blumentöpfen oder ein paar Ziegelsteinen kann man mit einfachsten Mitteln eine Notkochstelle errichten.


Ein Stromausfall ist jederzeit möglich

Durch Naturereignisse und Sturmkatastrophen – wie zuletzt im Raum Eisenkappel und im Rosental - kann es passieren, dass für mehrere Stunden oder Tage die Stromversorgung ausfällt. Licht, Heizung oder Kochen funktionieren dann nicht mehr. Auswirkungen, die auch bei einem technischen Zwischenfall (Black-Out) auftreten könnten.

Nach dem Föhnsturm „Yves“ waren in Südkärnten ja tausende Haushalte ohne Strom. Der Sturm hatte schwere Schäden angerichtet, Straßen waren unpassierbar geworden, Telefonverbindungen unterbrochen, im Bezirk Völkermarkt wurde vorübergehend sogar Zivilschutzalarm ausgelöst. 

Vorsorge hilft

Mit ein wenig Vorsorge und rechtzeitigen Überlegungen lassen sich derartige Notfälle aber meistern. Entscheidend ist einzig und allein, dass man nicht gleich auf fremde Hilfe angewiesen ist und ein paar Tage selbst über die Runden kommt. Das entlastet auch die Behörden und Einsatzkräfte in der ersten Phase der Katastrophenhilfe.

Bei den Überlegungen zur privaten Vorsorge sollte man sich einfach die Frage stellen: Was möchte ich zu Hause haben, wenn ich ein paar Tage nicht vor die Tür kann?

Beim Notvorrat sollen dabei die persönlichen Essgewohnheiten berücksichtigt werden. Wenn jemand noch nie eine Dose Bohnen-Gulasch gegessen hat, ist es auch nicht ratsam, diese «für den Notfall» einzulagern. Besser ist es, auf die Vorlieben in der Familie Rücksicht zu nehmen.

Nicht vergessen: Wasser, lebenswichtige Medikamente, Verbandsmaterial, Batterieradio, Notbeleuchtung und eine Notkochgelegenheit, die auch ohne Strom funktioniert.

Eine Notkochstelle ist einfach zu errichten

Wenn der Strom ausfällt, braucht man eine Notkochgelegenheit. Ein Holzofen mit Kochplatte wäre optimal, ist aber nicht immer vorhanden. Ein Campingkocher mit Gaskartusche ist ebenfalls eine brauchbare Alternative. In Wohnanlagen ist der Betrieb bzw. die Lagerung von Flüssiggasbehältern jedoch vielfach untersagt.

Holzkohlegriller sind ebenfalls weit verbreitet und in der warmen Jahreszeit und im Freien als Notkochstelle natürlich bestens geeignet

In Wohnräumen bietet sich die Verwendung der Fonduegarnitur an. In Verbindung mit einer Brennpaste – am besten eine Brennpaste für den Gastronomieeinsatz - kann sie sehr gut als Notkochstelle eingesetzt werden. Im Fonduetopf ist das Wärmen von Babynahrung, die Zubereitung von Suppen oder warmen Getränken kein Problem. Es lassen sich auch einfache Nudel-, Reis- und Eintopfgerichte problemlos zubereiten.

Ersatzvarianten für die Fonduegarnitur

Wenn keine Fonduegarnitur zu Hand hat: ein paar Ziegelsteine reichen für einen standsicheren Unterbau. Brennpaste auf eine brandsichere, hitzebeständige Unterlage stellen - den Grillrost aus dem Küchenherd drauf legen und fertig ist die Kochstelle im Katastrophenfall.

Man kann aber auch eine Pfanne, Blumentöpfe oder Dosen (Gläser) als Notkochstelle verwenden. Stand- und brandsicher aufstellen, Brennpaste aufstellen, Grillrost drauf, fertig! Auf jeden Fall nie auf den Brandschutz und die eigene Sicherheit vergessen! Im Katastrophenfall ist man auf sich allein gestellt und sollte jede zusätzliche Gefahr vermeiden.      


Und noch etwas - im Kreise der Familie lässt sich gemeinsam am Tisch bei einem warmen Essen jede Notlage noch besser meistern. 


Weiterer Sicherheitstipps finden Sie auf SIZ St. Margareten im Rosental