Kastrationspflicht für Katzen auf dem Bauernhof

Katzen (Bildquellenangabe: zanna/fotalia.com)

Eine Information der Tierschutzbeauftragten des Landes Kärnten, Mag. Dr. Jutta Wagner

Unkastrierte Katzen können sich pro Jahr zwei- bis dreimal fortpflanzen. Bei vier bis sechs Jungen pro Wurf steigt die Population also sprunghaft an, obwohl nur ein Teil der Tiere überhaupt das Erwachsenenalter erreicht. Viele Tiere überleben mangels Futter und Pflege nicht, insbesondere Katzenwelpen haben geringe Überlebenschancen.

Viele sterben an Unterernährung oder Infektionskrankheiten. Probleme entstehen auch für Menschen und Umwelt (Belästigung durch Verhalten, Harn und Kot, Krankheitsübertragung usw.).

Die Probelmatik rund um heerenlose, verwilderte Katzen kann nur mit der Eindämmung der Fortpflanzung durch Kastration begegnet werden.

Ab 1. Jänner 2019 gilt auch die Kastrationspflicht für Katzen auf dem Bauernhof

Demnach müssen alle Zuchtkatzen, das sind alle unkastrierten freilaufenden Katzen, die einen Tierhalter haben, auf der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden. Der Tierhalter muss diese beim Tierarzt mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen und eine Registrierung in der österreichischen Heimtierdatenbank durchführen. Katzen vermehren sich sehr stark: Sie sind mit sechs Monaten geschlechtsreif und können bis zu drei Mal im Jahr Junge bekommen. Wagner sagte, die Kastration sei daher ein Muss.

Hohe Strafen drohen

Bei Nichtbeachtung drohen Strafen bis zu 3.750 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 7.500 Euro. Das bedeutet, dass es ab heuer keine Ausnahmen von der Katzenkastration in bäuerlicher Haltung mehr gibt: Entweder müssen die auf Bauernhöfen lebenden Katzen kastriert werden oder sie sind als Zuchtkatzen zu melden


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