Änderungen aufgrund der Novellierung der Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiordnung - K-GFPO

Bildquellenangabe: Ulrich Merkel / pixelio.de

Die neue Heizperiode begann am 15. September und natürlich sind auch die Rauchfangkehrer nach dem schönen Sommer schon fleißig am Vorbereiten der Arbeit. Über die Sommermonate haben sich einige Neuerungen ergeben. Im Juni bekamen die Rauchfangkehrer einen Gesetzesentwurf über die neue Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiordnung. Dieses Gesetz wurde dann am 8. August ohne Änderungen durch den Kärntner Landtag beschlossen.

Nachstehend die wichtigsten Punkte:
§ 21 Kehrplan
Der Kehrplan ist vom Gebäudeeigentümer oder von dessen Nutzungsberechtigten für den Rauchfangkehrer an einer leicht zugänglichen Stelle anzubringen. Der Rauchfangkehrer ist verpflichtet die tatsächlich vorgenommenen Arbeiten (Kehrung, Heizungsreinigung usw.) am Kehrplan mit Datum und Unterschrift zu vermerken.

§ 23 Zahl der Kehrungen
Kehrungen werden nach den Neuerungen der Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiordnung wir folgt durchgeführt:

viermal jährlich:
feste Brennstoffe, Heizöl schwer, Heizöl mittel und Heizöl leicht, wenn die Heizungsanlage vor dem 1. Jänner 2010 hergestellt wurde.
dreimal jährlich:
feste Brennstoffe, Heizöl schwer, Heizöl mittel und Heizöl leicht, wenn die Heizungsanlage nach dem 1. Jänner 2010 hergestellt wurde.
zweimal jährlich:
wenn Feuerstätten angeschlossen sind die vor dem 1. Jänner 201 hergestellt wurden und mit Heizöl extra Leicht oder einem hochwertigerem Heizöl betrieben werden

Heizungen, die mit Pellets aus naturbelassenen biogenen Materialien betrieben werden und nicht mehr als 30 KW aufweisen.

Zusatzheizungen mit festen Brennstoffen zu einer bestehenden Hauptheizung. (Kaminöfen, die nur in der Übergangszeit betrieben werden. Diese können beim Rauchfangkehrer als Zweitheizung deklariert werden).
einmal jährlich:
mit Gas betriebene Feuerstätten, mit Heizöl leicht betriebenen Feuerstätten, die nach dem 1. Jänner 2010 hergestellt wurden.

In der Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiordnung findet sich auch die Regelung über die Sommerkehrung. Die Sommerkehrung muss in der Zeit vom 1. Juni bis 14. September erfolgen und wird nur noch bei gewerblich genutzten Feuerstätten, die mit Öl betrieben, bei Feuerstätten mit festen Brennstoffen ausgenommen Pellets und bei Feuerstätten, die zum Zwecke des Kochens und der Warmwasserbereitung betrieben werden, durchgeführt.

Ebenso wurden die Höchsttarife in diesem Gewerbe erneuert und mit 10. September bestätigt.

Weiters zur INFO:

  • Die Erschwerniszulage wurde gestrichen
  • die Abgasanlagen werden nicht mehr nach der Art der angeschlossenen Heizung unterschieden (Einzelraumfeuerstätte/Zentralheizung)

Nähere Informationen erhalten Sie bei ihrem Rauchfangkehrer

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